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Inselhüpfen auf den Philippinen

Im März und April 2018 waren wir für knapp drei Wochen mit dem Rucksack auf den Philippinen unterwegs. Insgesamt besuchten wir mithilfe von vier Inlandsflügen neben der Hauptstadt Manila vier bekannte Inseln der Philippinen. Auf der „grünen Insel“ Bohol legten wir unseren ersten Stopp ein. Danach erkundeten wir Cebu, Palawan, Boracay und die Hauptstadt Manila.

Puerto

Princesa

TRAVEL

Zeitraum: März 2018

Kosten: 1.800,- p.P.

davon Transport: 700,-

davon Unterkünfte: 600,-

Visum: nein

Drohnengesetz: keine Genehmigung notw.

 

Bohol

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Wer sich für eine Reise auf die Philippinen interessiert, sollte Bohol auf keinen Fall auslassen. Unser erster Inlandsflug brachte uns von Manila aus nach Tagbilaran, die sehr hektische und verkehrsreiche Hauptstadt von Bohol. Wir hatten unser erstes Hotel in Panglao gebucht. Das Amarela Resort war eines der nachhaltigsten Resorts, die wir bisher besucht haben, und wir können es wärmstens weiterempfehlen: Eine sehr saubere, wunderschön gepflegte Anlage mit direktem Zugang zum Meer. Panglao an sich ist die touristischste Region auf Bohol. Hier sind die größten Hotels und auch die größten Touristengruppen anzutreffen. Der Strandabschnitt vor unserem Hotel war zur Reisezeit eher rustikal und hat nicht zum Baden eingeladen. Auf Panglao gibt es außerdem den bekannten White Beach, der besser zum Baden geeignet ist, jedoch auch deutlich mehr Menschen anzieht. Am besten an Panglao gefiel uns unsere Hotelanlage. Die Region an sich war uns zu touristisch und auch landschaftlich gefiel uns das restliche Bohol deutlich besser.

Mit einem Jeepney reisten wir sehr günstig weiter ins Innere der Insel Bohol, genauer gesagt nach Loboc. Wir hatten dort unser Resort direkt am Loboc River (Loboc River Resort) und mieteten uns für die weiteren Tage einen Roller, um das Landesinnere von Bohol auf eigene Faust zu erkunden. Die Roller kann man fast an jeder Ecke für ca. 5-10 Euro am Tag einfach und unkompliziert mieten. Loboc bietet einen optimalen Ausgangspunkt um alle interessanten Sehenswürdigkeiten von Bohol bequem mit dem Roller zu erreichen. Nicht weit von unserer Unterkunft in Richtung Norden durchquerten wir mit dem Roller den man-made Mahogany Forest, ein zauberhaft wirkendes Waldstück, in dessen Schatten es sich lohnt kurz anzuhalten und ein paar Fotos zu schießen. Wir besuchten dann als erstes das Tarsier Sanctuary, wo man gegen eine kleine Eintrittsgebühr durch einen Waldabschnitt geführt wird und dort die süßen Primaten zu Gesicht bekommt. Fährt man von dort aus noch weiter ins Landesinnere, kommt man zu den berühmten Chocolate Hills. Auf der offiziellen Aussichtsplattform halten sich natürlich viele Touristen auf, jedoch bietet dieser Aussichtspunkt tatsächlich den besten Blick auf die ungewöhnlichen Hügel.

Ein Geheimtipp, welcher aufgrund der schlechten Straßen dorthin nur von wenigen Touristen angefahren wird, sind die Pangas Falls. Hier spielen oft einheimische Kinder und das warme Wasser lädt zum Baden ein. Auf unserem Rückweg lag auch die traditionell gebaute Bamboo Hanging Bridge, die man für umgerechnet 0,60 Euro betreten darf. In 12m Höhe hat man einen tollen Blick auf den grünen Fluss, ansonsten ist es nicht weiter spektakulär. Man sollte sich aber unbedingt auch das kleine Dorf Loboc anschauen und mit den Einheimischen ins Gespräch kommen. Die Einwohner von Loboc sind extrem freundlich und aufgeschlossen gegenüber Touristen. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und einige interessante Geschichten von den Einheimischen erzählt bekommen.

Insgesamt hat es uns die grüne Insel Bohol sehr angetan. Insbesondere das extrem touristenarme Landesinnere von Bohol hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen dort sind so herzlich und aufgeschlossen, dass wir am liebsten noch ein paar Tage länger geblieben wären. Schließlich ging es am letzten Tag zurück nach Tagbilaran und von dort aus mit der Fähre weiter auf die Nachbarinsel Cebu.

Cebu

 

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Am Hafen von Tagbilaran (Hauptstadt von Bohol) kann man unkompliziert und schnell ein günstiges Ticket für die Überfahrt nach Cebu kaufen. Die Fähren fahren stündlich und die Tickets kosten mit Gepäckstück und Hafengebühr ca. 10-20 Euro pro Person. Als wir am Hafen von Cebu City angekommen sind, haben wir uns direkt auf den Weg zum südlichen Busbahnhof gemacht, um mit den öffentlichen Bussen in das sehr südlich gelegene Dorf Oslob zu kommen. Die Fahrt mit den öffentlichen Bussen nach Oslob dauert etwa 5-6 Stunden und kostet ca. 5 Euro pro Person. Die Busse sind klimatisiert und sogar mit Free WIFI ausgestattet. Warum gerade in das Dorf Oslob? Weil man dort mit Walhaien schnorcheln kann und diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das Schwimmen mit den Walhaien in Oslob ist sehr, sehr, sehr touristisch und wird auch zum Teil heftig kritisiert, da die Tiere jeden Vormittag angefüttert werden. Für den Tourismus und die Einheimischen dort ist es eben ein Geschäft, welches viel Geld in die Region bringt. Wer einen nachhaltigeren Umgang mit diesen unglaublichen Tieren unterstützen möchte, der sollte nach Donsol reisen. Dort werden die Tiere nicht angefüttert, sondern in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet. Aufgrund unserer begrenzten Reisezeit konnten wir den „Umweg“ über Donsol leider nicht machen. Wenn man in Oslob mit diesen Tieren schwimmen möchte, dann sollte man unbedingt früh aufstehen. Wir waren bereits um 5 Uhr dort und somit die Ersten in der immer länger werdenden Schlange. Um 6 Uhr fahren dann die ersten Boote raus zu den Tieren. Wenn man früh dort ist, hat man den Vorteil, dass man fast ungestört mit den Walhaien schnorcheln kann. Ein wirklich beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis diese einzigartigen Tiere so nah zu bestaunen. Dabei wird von vielen Security Guards darauf geachtet, dass niemand den Tieren zu nahe kommt. Nachdem man ca. 30 Minuten im Wasser war und bestimmt mehr als 6-7 verschiedene Walhaie zu Gesicht bekommen hat, geht es mit dem Boot wieder zurück an den nur ca. 100 Meter entfernten Strand. Gegen 8 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel (Hotelempfehlung für Oslob: Susadas Inn – Eine sehr nette Gastgeberfamilie, extrem saubere Zimmer mit eigenem Bad und ein unschlagbar günstiger Preis - wir haben für eine Nacht nur 30 Euro bezahlt). Von Oslob aus fuhren wir mit dem Bus weiter nach Moalboal. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden und kostet wieder nur 3-4 Euro pro Person. Was man auf jeden Fall in Moalboal und Umgebung machen sollte?! Moalboal ist weltberühmt für einen riesigen Sardinenschwarm, der nur 30-40 Meter vor der Küste anzutreffen ist. Außerdem sollte man unbedingt die nahe gelegenen Kawasan Falls besuchen. Dort werden auch viele Canyoning-Touren angeboten. Ein Aufstieg auf den Osmena Peak lohnt sich ebenfalls. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick über einen großen Teil von Cebu. Von Moalboal aus ging es dann wieder zurück nach Cebu City. In Cebu City konnten wir viele unterschiedliche Eindrücke gewinnen. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Menschen dort in z.T. extrem ärmlichen Verhältnissen leben und trotzdem so herzlich und aufgeschlossen zu uns waren. Auch einen Hahnenkampf haben wir uns in einer offiziellen Wettkampfarena angesehen. Unglaublich wie laut es in der Arena zuging und mit welcher Euphorie die Einheimischen diese brutalen Kämpfe verfolgten.

Palawan

 

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Vom Flughafen in Cebu City aus sind wir sehr günstig (Ticket ca. 30 Euro pro Person) auf die im Westen der Philippinen gelegene Insel Palawan geflogen. Wir landeten in Puerto Princesa und verbrachten dort die ersten zwei Nächte. Den landschaftlich schönsten Teil der Insel stellt aber der Norden rund um El Nido dar. Von Puerto Princesa nach El Nido fährt man etwa 5-6 Stunden. Man könnte El Nido auch direkt anfliegen, jedoch sind die Flüge sehr teuer, da der Flughafen sehr klein ist und nur eine Fluggesellschaft dort operiert. Deswegen flogen wir zunächst Puerto Princesa an und buchten einen Minibustransfer für ca. 15 Euro pro Person nach El Nido. In und um Puerto Princesa kann man jedoch auch schon einiges unternehmen. Wir entschieden uns an einem Bootsausflug in der Honda Bay teilzunehmen und das Iwahig Gefängnis zu besuchen. Der Bootsausflug für ca. 30 Euro pro Person in der Honda Bay war ganz nett, ein unvergessliches Erlebnis stellte aber der Besuch des frei zugänglichen Gefängnisses Iwahig dar. Wir mieteten uns in Puerto Princesa einen Roller und fuhren ca. eine Stunde zum Grenztor des Gefängnisses. Dort wurden wir von einem gelangweilten und nicht sonderlich motivierten Polizisten aufgefordert uns in eine Liste einzutragen und schon durften wir das Tor passieren. Das Gefängnisgelände stellt eine riesige Farm dar. Die Insassen, die wegen kleineren Delikten eingesperrt sind, dürfen sich dort unter Tags frei bewegen, arbeiten und sogar mit ihren Familien, die in manchen Fällen auch innerhalb der Farm leben, den Tag verbringen. Nachts müssen alle Insassen in ihre Zellen, Schwerverbrecher dürfen ihre Zellen nicht verlassen. Mit unserem Roller konnten wir also die komplette Gefängnisfarm erkunden. Wir unterhielten uns mit einigen Insassen, die uns interessante Geschichten über ihr Leben und das Gefängnis erzählten. Am meisten hat uns die Geschichte von Jason bewegt. Jason durfte sich, obwohl er wegen Mordes eingesperrt ist, aufgrund jahrelanger guter Führung frei auf dem Gelände bewegen. Er erzählte uns, dass er aufgrund zweifachen Mordes im Gefängnis ist. Er habe zwei Männer getötet, die zuvor seine Eltern ausraubten, Mutter und Tochter vergewaltigten und anschließend die ganze Familie töteten. Wenn er raus kommt, will er sich den Sonnenuntergang am Meer anschauen, dies habe früher immer die ganze Familie zusammen gemacht. Außerdem habe er Aussicht darauf, nach seiner Freilassung als Koch in der Hauptstadt Manila zu arbeiten. Dieses Gespräch mit einem „Mörder“ werden wir wohl nie wieder vergessen. Insgesamt war der Besuch des Iwahig Gefängnisses ein einmaliges und extrem interessantes Erlebnis.
Um zu den wunderschönen Buchten, Lagunen und Stränden vor der Küste von El Nido zu kommen, bucht man am Vorabend eine Bootstour bei den unzähligen Anbietern dort. Die Anbieter bieten allesamt die gleichen Touren zu den gleichen Preisen an (Tour A, B, C und D). Die Touren starten gegen 9 Uhr und man kommt spätestens um 18 Uhr zurück. Auch ein unerwartet reichhaltiges Mittagsbuffet ist im Preis von ca. 35 Euro pro Person inbegriffen. Die populärsten und schönsten Touren sind laut vorherrschender Meinung die Touren A und C. Wir fuhren also auf diesen beiden Touren mit und fanden die Tour A am schönsten. Hier fährt man die schönsten Lagunen und spektakulärsten Buchten an. Man kann dort im kristallklaren Wasser schnorcheln und baden. Diese Touren waren auf jeden Fall ein Highlight unserer Philippinen-Reise.

 

Boracay

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Schon während einer Bootstour auf El Nido haben wir im Gespräch mit einer philippinischen Familie erfahren, dass die Insel Boracay auf unbestimmte Zeit für Touristen geschlossen werden soll. Boracay ist mit seinen weißen Traumstränden vor allem bei Pärchen und Hochzeitsreisenden als paradiesische Insel bekannt. In weniger als 3h kann man mit einem einfachen Segelboot die ganze Insel umfahren und auf Wunsch einen Halt zum Cliff Jumping am Ariel’s Point, zum Schnorcheln rund um Crocodile Island oder einen Abstecher an den berühmten White Beach machen. Auch für das rege Nightlife ist Boracay Island berühmt-berüchtigt… Aufgrund dessen und der rasant angestiegenen Besucherzahl können die Natur und das quick-and-dirty angelegte Abwassersystem der zunehmenden Belastung nicht länger Stand halten. Äußerst nachvollziehbar, aber etwas zu spät, schreitet hier die Regierung ein und lässt die Insel für Touristen schließen (ab Mai 2018 für min. 6 Monate, wie mittlerweile bekannt ist). Darunter leiden vor allem Inselbewohner, die sich ihre Einkünfte rund um den Tourismus aufgebaut haben, erzählt uns ein Segler, mit dem wir die Insel an einem Nachmittag umfahren haben. Unterm Strich hat uns der Aufenthalt auf Boracay nicht sehr gut gefallen, aber ein weiteres Mal die Augen geöffnet! Sollte sich die Insel wieder vollständig erholen, erinnern wir uns gerne an atemberaubende Sonnenuntergänge am White Beach. Zahlreiche Segelboote sorgen direkt am Strand für eine einzigartige Atmosphäre.

Manila

 

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Manila war unser letzter Stopp nach dem Besuch der Insel Boracay. Danach ging es von Manila aus wieder zurück in die Heimat. Von unserem kurzen Aufenthalt in Manila ist uns wohl die schlechte Luft am meisten in Erinnerung geblieben. Die Hitze und die Abgase der vielen Autos und Motorräder machen einen Spaziergang durch die Hauptstadt fast unerträglich. Wir verbrachten zwei volle Tage in Manila und können dafür das sehr geschmackvoll eingerichtete Hotel The Henry empfehlen. Während dieser Tage erkundeten wir die bekanntesten Viertel zu Fuß, um auch weniger touristische Ecken von Manila zu besuchen. Als Transportmittel eignet sich wohl der Transportdienst Uber am besten. Die Preise sind fair und auch alle unserer Fahrer waren freundlich und stellten kein Sicherheitsrisiko dar. Das wohl bekannteste philippinische Transportmittel sind die sogenannten Jeepneys. Diese kleinen Busse sieht man in Manila überall. Das Streckennetz dieser Busse ist jedoch für Auswärtige kaum herauszufinden, weshalb wir auf eine Fahrt mit diesem typisch philippinischen Transportmittel verzichtet haben. Eine Sehenswürdigkeit sind diese von den Besitzern aufwändig verzierten Busse aber allemal. Insgesamt war es ein sehr interessanter Aufenthalt in Manila, da wir einen guten Einblick in die Lebensweise der Menschen dort bekommen haben. Länger als zwei oder drei Nächte in dieser lauten und hektischen Stadt zu verbringen, würden wir aber nicht empfehlen, da es auf den Philippinen deutlich schönere Flecken gibt.

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