TECH

Main Camera: Sony a7sii 

Prime Lens 1: Sony 55mm, F1.8  

Prime Lens 2: Sony 90mm, F2.8 

Zoom Lens: Sony 24-70mm, F4 

Second Camera: Sony rx100v 
Underwater Housing: Sony MPK-URX100A

Stabilizer: Zhiyun Crane

Mic: Røde VideoMic Pro 

Oman: von Maskat nach Salalah 

Für die Zeit nach dem Oktoberfest in München suchen wir uns jedes Jahr ein warmes Reiseziel, das eine abenteuerliche Landschaft und konträre Kulturgegebenheiten bietet (die Münchner werden das nachvollziehen können). Die Wahl ist auf den Oman gefallen, weil wir etwas Neues ausprobieren wollten, worüber man in anderen Blogs noch nicht allzu viel nachlesen kann. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!

TRAVEL

Zeitraum: Oktober 2018

Gesamtkosten: 2.400,- p.P.

Flug: 500,- p.P.

Mietwagen: 500,- p.P.

Unterkünfte: 900,- p.P.

Visum: e-visa 50,- p.P.

Drohnengesetz: Drohnen nicht erlaubt

Maskat

 

Mit Erkältung nach dem Oktoberfest und bei einem Temperaturunterschied von 20 Grad landeten wir Anfang Oktober in Maskat, der Hauptstadt des muslimisch geprägten Landes Oman. Wir hatten im Voraus gelesen, dass einige Straßen im Gebirge nur mit Allrad-Antrieb befahren werden dürfen, und uns deshalb einen alten SUV gebucht, den wir direkt nach der Ankunft am Flughafen abholen konnten. Unsere erste Unterkunft, das Centara Muscat Hotel, lag nur 10 Fahrminuten vom Flughafen entfernt, bot modernste, geräumige Zimmer, einen Rooftop-Pool sowie Restaurant mit internationalen Speisen.
In weiteren 5 min. Fahrzeit waren wir schon an der Sultan Qaboos Grand Mosque und konnten erste Einblicke die omanische Kultur gewinnen: Aufgeschlossene Omanis, die Besucher höflichst darauf hinweisen, wie man sich am besten verhalten sollte und prunkvolle Bauten, wie wir sie bisher nur in Abu Dhabi gesehen hatten. Die Moschee ist ein auf jeden Fall einen Besuch von 1-2 Stunden wert - wir waren sogar zweimal dort, weil es uns so gut gefallen hat. Öffnungszeiten für Besucher sind von Samstag bis Donnerstag jeweils von 8:00 bis 11:00 und der Eintritt ist frei. Als Mann sollte man eine lange Hose und schulterbedeckendes Oberteil tragen; Frauen zudem ein Kopftuch und langärmeliges Oberteil. Beim Herumspazieren ohne Schuhe sollte man ein wachsames Auge auf den Boden haben und den vielen Taubenschissen ausweichen ;) Wir waren übrigens an einem Mittwoch Morgen in der Moschee und es waren nur ca. 25 weitere Besucher vor Ort, was die Besichtigung äußerst entspannt machte!

Nachdem wir auch den Pool und das vorzügliche Essen auf dem Hoteldach getestet hatten, fuhren wir zum Al Jalali Fort und Al Mirani Fort östlich von Maskat. Man hat zwar keinen Zugang zu den Forts kann sie aber gerade in der Abendbeleuchtung sehr gut von außen bestaunen und kommt dabei auch am Al Alam Palaceyto vorbei, dem Palast des Sultans, der zu repräsentativen Zwecken bei Staatsbesuchen dient. In der Nähe befinden sich auch diverse Museen und vor der Ali Musa Moschee ein öffentlicher Platz , der abends eine tolle Lichtstimmung for Fotos und Videos bietet.

Wadi Shab

 

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Gleich am zweiten Tag unseres Oman Roadtrips besuchten wir das Wadi Shab, ein bekanntes Flussbett das man ohne Probleme auf eigene Faust in 1,5h Fahrt erreicht. Um sicherzugehen, dass man auch den "richtigen" Ausgangspunkt für eine Wanderung zu den Naturpools des Wadi Shab anfährt, sollte man bei der Navigationssuche "Wadi Shab Parking, Tiwi, Oman" verwenden. Im Übrigen funktioniert im Oman die Routenführung auf Google Maps nicht wie gewohnt, deshalb empfehlen wir zusätzlich die App Sygic, mit 7 Tagen Testphase, herunterzuladen ;) Wir haben die App bisher auf all unseren Reisen als Backup installiert, für den Fall dass das mobile Internet bzw. Google Maps nicht stabil läuft.

Zum Wadi Shab lohnt sich nach unserer Erfahrung mindestens ein Halbtagsausflug. Die Parkplätze, die man unter einer Brücke vorfindet, sind großteils frei und kostenlos. Man zahlt auch keinen Eintritt zum Wadi, sondern eine kleine Gebühr von 1 Rial p.P. für den Bootstransfer auf die andere Seite des Flusses. Bei Rückkehr wurden wir auf unser Winken hin wieder abgeholt – kostenlos. Junge, sportliche Leute wandern ca. 45min zu den ersten Naturpools. Von dort aus kann man mit dem Rucksack auf dem Kopf noch weiter durch den Fluss wandern oder gleich den Rucksack und die Klamotten in den Felsen deponieren. Mitgebrachtes kann man hier bedenkenlos zurücklassen. Am Ende wartet ein kleiner Wasserfall in einer Höhle, an dem man auch hochklettern und ins Höhlenbecken springen kann. Bis dahin legt man aber noch eine Schwimm-/Wanderstrecke von ca. 500m zurück. Wasserschuhe lohnen sich bei dem Untergrund und auch eine Schwimmbrille kann man ins glasklare Wasser mitbringen. Sonnencreme und ausreichend Trinkwasser nicht vergessen! Am besten besucht man das Wadi vormittags / vor der Mittagssonne. Am Nachmittag wurde das Wasser leicht trüb, da sich immer mehr Besucher im Fluss tummelten. Frauen ist es im Vergleich zu anderen Wadis gestattet, sich hier auch im Bikini aufzuhalten.

 

Tour zu den Daymaniyat Islands

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Walhaie im Oman? Oh ja, und von August bis Oktober hat man die besten Chancen ihnen auf dem Weg von Maskat zu den Daymaniyat Islands oder in der Meeresgegend um Musandam zu begegnen. Wir hatten uns im Voraus bei einigen lokalen Tauchern über Instagram informiert, wie man die Walhaie am besten zu Gesicht bekommt und alle haben uns die Daymaniat Shells empfohlen. Die Betreiber Lea und Fahad antworten in Kürze auf Anfragen per Mail oder über den Facebook Messenger (am besten schon ein paar Wochen vorher reservieren). 
Unsere Snorkeling Tour startete um 8 Uhr morgens am Al Mouj Marina und zusammen mit 7 weiteren Passagieren gingen wir mit Fahad pünktlich an Board. Etwa 90 Minuten später, weil wir unermüdlich Ausschau nach Walhaien gehalten haben, kamen wir am Schnorchel-Spot der Daymaniyat Islands an. Aufgrund eines Zyklons, der am Vortag an Maskat vorbeizog, waren die Walhaie vermutlich abgetaucht - sehr schade, aber wir durften die schönen Riesen auf den Philippinen dieses Jahr ja schon bestaunen. Trotzdem war die Schnorchel Tour mit Fahad ein voller Erfolg: neben bunten Fischschwärmen zog auch der ein oder andere Riffhai an uns vorbei. Einziges Manko: es waren sehr viele Quallen im Wasser, von denen man kleine Stiche abbekommt, aber man gewöhnt sich schnell daran ;)

Der zweite Schnorchel-Spot war eine Bucht in der sich außergewöhnlich viele Schildkröten zum Mittagessen aufhalten. Das relativ seichte Wasser eignet sich für tolle Aufnahmen mit den Schildkröten und zum Bestaunen von Table Corals und ruhenden Rochen. Zurück an Board gab es Obst, Sandwiches, Säfte und Kekse bis wirklich jeder satt war  - und wir waren seeehr hungrig nach fast 3 Stunden im Wasser :) Alles in allem ein sehr gut organisierter Trip, garantiert jede Menge Spaß mit Fahad und wenn uns noch Walhaie über den Weg gekommen wären, wäre es ein perfekter Tag gewesen. Gezielt auf die Suche bzw. auf "Jagd" nach den Walhaien geht in Maskat kein Boot. Man schätzt und schützt die Tiere und freut sich wenn sie sich von Zeit zu Zeit mal zeigen. 
Kostenpunkt für den Ausflug von 8 bis ca. 14 Uhr: 28 OMR bzw. 65€ pro Erwachsener und 15 OMR bzw. 35€ pro Kind. Enthalten sind neben der großzügigen Verpflegung auch Schnorchelausrüstung  und Handtücher. 
Wer Lust auf noch mehr Aktion auf den Daymaniyat Islands hat, sollte sich unbedingt an seaman_oman wenden. Mit etwas mehr Zeit in Maskat hätten wir den sympathischen Tour Guide gerne noch persönlich kennengelernt.

Nizwa und die Wüste

 

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Die altertümliche Stadt Nizwa ist mit dem Auto in 1,5 bis 2 Stunden von Maskat aus zu erreichen und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Wir haben die Gelegenheit, auf dem Weg in ein vorab gebuchtes Wüstencamp, genutzt und ein paar Stunden auf den traditionellen Märkten und dem bekannten Nizwa Fort verbracht.
Allgemein trifft man hier deutlich weniger Touristen an als in Maskat, was das Erkunden der Stadt sehr angenehm macht. Auch die Märkte dort sind noch viel traditioneller als in Maskat. Vor der Altstadt findet man einen riesigen Parkplatz, der Freitag morgens, wenn der Tiermarkt stattfindet, gut belegt ist, ansonsten aber relativ leer ist. Von dort aus gelangt man durch das Stadttor direkt auf den Marktplatz. Auch eine Besichtigung des Nizwa Forts (Eintritt etwa 10 Euro pro Person) sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Von den Wachtürmen hat man eine spitzen Aussicht auf die Stadt, die Moschee und die ausgedehnten Palmgärten und Dattelplantagen von Nizwa. Anzumerken ist, dass man unbedingt Sonnencreme und eine Flasche Wasser mitbringen sollte. Beim Erkunden des Forts ist man die meiste Zeit direkt der Sonne ausgesetzt und das viele Treppensteigen geht bei knapp 40 Grad ziemlich an die Substanz.
Von Nizwa fuhren wir anschließend noch ca. 4 Stunden weiter in das Wüstencamp Golden Palm Oasis, das in der atemberaubenden Wüste Wahiba Sands im Osten des Oman liegt. Im Camp war sehr wenig los, doch das Essen war vorzüglich und so hatten wir mehr für uns :) Am Abend unserer Ankunft wollten wir unbedingt noch den Sonnenuntergang in der Wüste vom Dach unseres Toyota Fortuners aus bestaunen. Doch gleich beim ersten Versuch das Auto etwas abseits der befestigten Straße abzustellen, mussten wir erfahren wie schnell sich die Reifen in den Sand eingraben, wenn man sich noch nicht mit den verschiedenen Gangschaltungs-Modi befasst hat. Mit unseren Schuhen versuchten wir die Reifen wieder frei zu schaufeln und nach und nach die Fußmatten des Autos unterzulegen, in der Hoffnung, dass die Reifen wieder Grip finden und wir so Zentimeter für Zentimeter aus der Düne entkommen konnten. Zu unserem Glück kamen nach einiger Zeit Omanis vorbei, die zwar kein Wort Englisch sprachen, aber sofort wussten was zu tun war und uns freundlicherweise mit ihrem Pickup herauszogen. Geld war das einzige was wir in dem Moment dabeihatten und welches wir ihnen für die Hilfe gerne gegeben hätten. Doch das wollten sie unter keinen Umständen annehmen, was ein weiteres Mal auf die Hilfsbereitschaft schließen lässt, die im Oman als selbstverständlich angesehen wird. Gerade noch rechtzeitig schafften wir es zum Sonnenuntergang - diesmal parkten wir dafür aber auf der breiten, befestigten Straßen, die im Sand etwas schwer aber doch zu erkennen ist. 
Omanis, die auf der Straße plötzlich anhalten und mit Händen und Füßen erklären wollen, dass sie Besucher gerne zum Essen einladen möchten oder ihnen ihre Tiere in den Dünen gerne zeigen möchten, trifft man in dieser Region häufiger. Wir empfehlen sich die Zeit und das nötige Vertrauen zu nehmen und sich so etwas von den Einheimischen zeigen zu lassen - ihr werdet nicht enttäuscht sein ;)

 

Wadi Bani Khalid

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In ca. 45min. von unserem Wüstencamp aus, erreichten wir ein weiteres Wadi, das im Vergleich zum Wadi Shab sehr grüne Wadi Bani Khalid. Alternativ ist dieses Wadi auch in einer Stunde von der beliebten Stadt Sur aus zu erreichen. Der Weg zum Wadi ist für Autos gut ausgeschildert und führt Besucher direkt an einen Parkplatz. Von dort wandert man noch 5 - 10 min bis man einen ersten Blick auf den See vor der Wadi Schlucht werfen kann. In unmittelbarer Nähe gibt es ein Restaurant das von den Einheimischen gut besucht zu sein scheint. Rechts am See vorbei führt ein Weg ca. 15 min am Wadi entlang und teils auch durch ihn hindurch bis zur Muqhal-Höhle. Festes Schuhwerk ist sehr von Vorteil und in der Höhle selbst muss man sich ca. 100m fast auf Knien fortbewegen um an ein verborgenes Wasserloch zu kommen (sehr abenteuerlich). 
Im Wadi an sich kann man sehr gut schwimmen, von den Felsen ins Wasser springen oder an Eisenketten hochklettern. Das Wasser heizt sich durch die Sonne in diesem engen Kanal schnell auf und eignet sich dann perfekt für Warmduscher zum schwimmen :D 

Zur Kleiderordnung, v.a. für Frauen, kann man sagen, dass hinter dem See Kleidung bis hin zum Bikini in Ordnung ist, in der Seegegend vor dem Wadi und vor allem in Restaurant Nähe aber keine knappe Kleidung geduldet wird. Freundliche Aufseher, die wir vielleicht als Bademeister bezeichnen würden, weisen Frauen an der Stelle sehr höflich darauf hin, dass sie sich bitte etwas umwickeln oder überziehen möchten, wenn sie zu knapp bekleidet sind. Auch wenn dieses Thema für die ein oder andere Frau ungewohnt ist oder sie sich gar in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlt (so ging es mir zumindest im ersten Moment), sollte man als Besucher dieses Landes in jedem Fall Rücksicht auf deren Gebräuche und Ansichten nehmen. 
Alles in allem hat uns der Besuch des Wadi Bani Khalid sehr gut gefallen und wenn das Wetter noch etwas schöner gewesen wäre, hätten wir sicher noch mehr Zeit dort verbracht. 

 

Jebel Shams

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Unser nächster Stop nach dem Aufenthalt in der Wüste, war der höchste Berg im Gebirge al-Jabal al-Akhdar (auch al-Dschabal al-Achdar): der Jebel Shams (auch Dschabal Schams). Mit dem Auto waren wir gut 6 Stunden zum vorab gebuchten Sama Heights Resort unterwegs und die letzten Kilometer auf dem Jebel Shams hätten wir ohne Allrad-Antrieb wohl nicht geschafft. Auf Booking.com war das Resort äußerst gut bewertet und es wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass Gäste des öfteren ein Room Upgrade bekommen, sofern die hochpreisigeren Zimmerkategorien nicht ausgebucht sind. Darauf haben wir es natürlich angelegt und vorab nur ein günstiges arabisch Zelt gebucht. Beim Check-in wurden wir dann tatsächlich auf die höchste Zimmerkategorie, nämlich ein Grand Chalet, upgegraded. Die Grand Chalets sind unglaublich schön eingerichtet mit toller Lichtstimmung und es gibt eine großzügige Terrasse. Lediglich beim Duschen hat das warme Wasser nur für eine Person ausgereicht, danach musste man dem Boiler wieder ein wenig Zeit zum Aufheizen geben. Sowohl Abendessen als auch das Frühstück war vorzüglich und das Personal hatte neben einem freundlichen Lächeln auf den Lippen auch immer ein offenes Ohr für die Gäste, bei denen es noch an irgendetwas fehlte. Aus unserer Sicht eine der schönsten Unterkünfte im Oman. 

Als Aktivitätsprogramm haben wir den Balcony Walk (W6) ausgewählt, dessen Startpunkt ca. 15 Fahrminuten vom Resort entfernt liegt. Die Wanderung ist kein Rundweg, sondern ein Hin- und Zurückwandern zu einem verlassenen Nomadendorf. Man sollte insgesamt 4h für die Wanderung einplanen und nicht zu spät starten, sonst kommt man wie wir erst nach Einbruch der Dunkelheit an den Parkplatz zurück. Wer in dem Fall keine Taschenlampen (auch Handytaschenlampen falls ausreichend Akku) dabei hat, ist wirklich aufgeschmissen. Der Balcony Walk bietet einen atemberaubenden Ausblick auf massive Felsformationen und die spektakuläre Wadi Nakhar Schlucht. Nicht umsonst wird der Jebel Shams auch Grand Canyon des Omans genannt. 

 

Alila Jabal Akhdar

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Am nächsten Tag ging es für uns auch schon wieder weiter im al-Jabal al-Akhdar Gebirge um zu unserem persönlichen Resort-Highlight zu kommen. Den Jebel Shams mussten wir direkt wieder runter fahren und den Weg über Nizwa und Birkat al Mouz nehmen. Man kommt an einem Polizei Check Point, an dem die Allrad-Fähigkeit der Fahrzeuge geprüft wird, vorbei und fährt weitere 40 km auf einer neu ausgebaute 2-3 -spurigen Bergstraße zum Alila Jabal Akhdar

Auf dieses Hotel sind wir natürlich auch auf Booking.com gestoßen und konnten, obwohl es unser geplantes Budget-pro-Nacht sprengte, nicht die Finger davon lassen - zum Glück :) 
Das Alila Jabal Akhdar ist eines von bislang 20 Alila Hotels in Destinationen wie Indonesien, Indien, Kambodscha und China. Es wird viel Wert auf innovatives Design, handgefertigte Luxusausstattung und eine einzigartige, naturbelassene Umgebungen gelegt. Alle Bestrebungen des Hotels können wir mit bestem Gewissen bestätigen und weiterempfehlen.
Besonders überrascht waren wir auch von hochwertigen Gläsern aus der bayerischen Glasstadt Zwiesel, die wir im Restaurant und auf unserem Zimmer wiederfanden. 
Ein Infinitypool auf 2.000 Metern Höhe mit bester Aussicht auf den umliegenden Canyon ist das absolute Highlight des Resorts. Außerdem findet man im Außenbereich Whirlpools und ausreichend Liegeplätze und komfortable Kuschelecken. Getränke, diverse Hautcremes und frische Handtücher gibt es an jeder Ecke. 
Für alle Aktiven gibt es ein breites Angebot an Wanderungen (auch geführt) und Klettersteigen, zu denen man sich vorab alle Details per Mail zusenden lassen kann. Zudem kann man Yoga-Kurse auf der Hotel-Terrasse besuchen oder Fahrräder ausleihen um die Umgebung zu erkunden. 
Den Spa-Bereich haben wir während unseres kurzen Aufenthaltes nicht genutzt, den Bewertungen des Hotels zufolge ist dieser aber auch ein wahres Spektakel.
Und wenn das Wetter wirklich mal nicht mitspielt kann man den Fitnessbereich mit Canyon-Blick nutzen und auf einen weiteren großen Indoor-Pool mit Gegenstromanlage zurückgreifen. 
Für Kinder gibt es betreute Aufenthaltsräume die mit ihrer Ausstattung vermutlich die besten deutschen Kindergärtner in den Schatten stellen :D 
Auch beim Essen bleiben natürlich keine Wünschen offen! Und da wir keine Feinschmecker sind, lasse ich diese Rubrik mit dem Statement "Es ist für jeden Geschmack und jede Nationalität was dabei" stehen. 

Natürlich hat das Ganze auch seinen Preis, aber selbst für ein bis zwei Nächte lohnt es sich schon einen Blick hinter die Türen des Alila zu werfen und die einzigartige Atmosphäre zu genießen. Wir haben uns über die Philosophie Alila Hotels noch genauer informiert und besonders gut hat uns auch deren "zero waste to landfill" Strategie gefallen. Die gängige Interpretation davon ist, dass mindestens 99% des Abfallaufkommens entweder wiederverwendet, kompostiert oder zur Energierückgewinnung verwendet werden. Natürlich kann man als Gast nicht wirklich hinter die Fassaden sehen, doch was wir in diesem Hotel wahrnehmen konnten, entsprach exakt dem Ziel das sie im Sinne der Circular Economy verfolgen. Aus diesem Grund möchten wir auf zukünftigen Reisen vermehrt auf solche Hotels achten und uns die Alila Hotels auch in anderen Destinationen noch ansehen. 

Fahrt nach Salalah

 

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Wir haben vor der Reise wirklich lange überlegt ob wir uns innerhalb von 13 Tagen auch noch den Süden des Omans ansehen wollen und es hat sich dann absolut gelohnt.
Unseren Mietwagen wollten wir zwischenzeitig nicht zurückgeben, deshalb fiel die Entscheidung auf eine Autofahrt nach Salalah statt Flug. Insgesamt ist man so mit Pinkelpausen und Füßevertreten locker 11 Stunden von Maskat nach Salalah unterwegs. 
Beim Hotel haben wir uns für das 5*-Hotel Fanar entschieden, an dessen weiteren Besuchern sich wieder einmal gezeigt hat wie todlangweilig All-Inclusiv-Urlaub ohne Mietwagen sein kann :D Ansonsten bietet das Hotel aber neben sehr sauberen Zimmern eine sehr gute Ausgangslage für Ausflüge in die Provinz Dhofar.
Die Stadt Salalah erreicht man in ca. einer halben Stunde.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der sogenannten Location of Gravity. Dies ist ein Straßenabschnitt in der Nähe von Taqa, auf dem man den Eindruck hat, das Auto würde im Leerlauf von selbst leicht bergauf fahren. Wir haben das wirklich mehrmals ausprobiert und das Auto rollte jedes Mal sehr zügig los, sobald man den Fuß von den Pedalen nahm :D Bei weiteren Recherchen hat sich herausgestellt, dass die Umgebung wohl eine optische Täuschung hervorruft, aber ein aufregendes Erlebnis ist es trotzdem.

 

Mirbat & Darbat

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Ein Grund warum wir unbedingt nach Salalah fahren wollten, waren die wilden Delfine, denen man am Strand von Mirbat begegnen kann.
Am Strand des ehemaligen Marriott Beach Resort sind nur weniger Meter vom Ufer entfernt regelmäßig Tümmler anzutreffen, die sich in der Bucht ausruhen. Wir sind insgesamt dreimal am Bauzaun einer neuen Hotelanlage entlang zum diesem Strand gefahren und hatten leider nie Glück die Delfine zu sehen. Stattdessen tümmelten sich aber Riesen-Wasserschildkröten, viele Rochen und Fische dort. Wenn man nicht grade so wie wir zur Algenzeit dort ist, kann man auf der Karte weiter links vom Resort in einem Korallenriff schnorcheln, wie man es auch aus Ägypten kennt. Außerdem waren wir total begeistert, dass man nördlich vom Hotel, an einem See auch Flamingos beobachten kann. Dieses Land steckt voller Überraschungen!

Entlang des Küstenstreifens von Salalah nach Mirbat trifft man immer wieder auch Kamelherden an und man kann an vielen Stellen von der Autobahn abfahren und die Tiere näher betrachten.
Von der wenig befahrenen Autobahn aus haben wir auch einen Wasserfall entdeckt und sind nach dem Strandausflug in Mirbat direkt darauf zugesteuert. Wie wir dann mit Google Maps schnell herausfinden konnten, gehört der Wasserfall zum Wadi Darbat. Am diesem Wadi kann man sehr weit mit dem Auto entlangfahren, wandern, Kamele beobachten und trifft viele Omanis beim Grillen. Im Vergleich zu den beiden anderen Wadis, die wir besucht haben, eignet sich das Wadi Darbat aufgrund der Strömung zum Baden eher weniger. Dafür kann man zum Wasserfall sowohl vom Tal aus wandern bzw. klettern, soweit man den Mut und das richtige Schuhwerk dafür hat, oder von oben mit dem Auto anfahren und ca. 100-200m zur Kante spazieren. Von dort aus at man einen überwältigenden Blick auf das Umland und den Küstenstreifen. Für uns war das ein unbeschreibliches Erlebnis, weil wir den Wasserfall durch Zufall entdeckt haben und einfach mal ohne Erwartungen dort hingefahren sind :) 

Außerdem kann man auf dem Wadi Darbat auch Tretboot fahren und es gibt verschiedene Wanderrouten. An Freitagen ist zu bedenken, dass viele Omanis zum Gebet an den Wasserfall kommen. Uns war das bei unserem spontanen Ausflug nicht bewusst und es war auch nicht so dass wir uns nicht willkommen gefühlt hätten, aber wir hatten definitiv nicht die richtige Klamotten an um uns zur Gebetszeit dort aufzuhalten. 

 

Myghsail Beach

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An unserem letzten vollen Tag im Oman fuhren wir noch ein Stück weiter südlich an den Myghsail Beach. Auch dort trafen wir unzählige Kamele an, die gemütlich am Strand und auf den Straßen spazierten.
Zum Baden hat der Strand aufgrund des Wellengangs an dem Tag nicht eingeladen und so fuhren wir noch weiter in das Gebirge an der Grenze zum Jemen hinein. Die Straßen sind hier erstaunlich gut ausgebaut und je weiter man hinauffährt, desto schöner wird das Gebirgspanorama. Schon fast in den Wolken bemerkten wir plötzlich, dass wir den Militär Check-Point an der Landesgrenze erreicht hatten und machten prompt einen U-Turn zurück ins Tal :O 
Auf dieses Strecke kommt man an der sogenannten Zick-Zack-Route vorbei, die wie der Name schon sagt zum Motorradfahren einlädt. Wer unterwegs nach der Küste Ausschau hält wird die ein oder andere versteckte Bucht entdecken, die in kräftigem Türkis zwischen den kahlen Felsen hervorsticht. Ob und wie man die kleinen Buchten erreicht, haben wir leider nicht herausgefunden. 

Zu guter Letzt besuchten wir die Marneef Cave & Blowholes in der Nähe des Myghsail Beach. Je nach Wasserstand schießen dort in gekennzeichneten Bereichen Wasserfontänen aus dem Felsboden. Man kann die Wassermenge und den Druck jedesmal schwer einschätzen und nur die Mutigsten stellen sich auf das Gitter über dem Felsschacht und lassen sich von einer Fontäne überraschen. 
Die Rückreise am nächsten Tag nach Maskat legt wir wieder in 11 Stunden zurück und waren anschließend echt froh noch eine entspannte Nacht in der Hauptstadt verbringen zu können bevor es zurück in die Heimat ging.

Unser Fazit zum Oman könnt ihr euch in folgendem YouTube Video ansehen und euch bei Fragen natürlich jederzeit melden!

Zum Abschluss möchten wir zum Oman noch sagen, dass es das schönste, genauer gesagt das aufregendste Land war, das wir bisher bereist haben. Die Gastfreundschaft der Omanis und Vielfältigkeit ihres Landes ist aus unserer Sicht nur schwer zu toppen. 

Für offene Fragen und Anregungen nutzt gerne das KontaktformularWir freuen uns über euer Feedback! :)