TECH

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Oman: von Maskat nach Salalah 

Für die Zeit nach dem Oktoberfest in München suchen wir uns jedes Jahr ein warmes Reiseziel, das eine abenteuerliche Landschaft und konträre Kulturgegebenheiten bietet (die Münchner werden das nachvollziehen können). Die Wahl ist auf den Oman gefallen, weil wir etwas Neues ausprobieren wollten, worüber man in anderen Blogs noch nicht allzu viel nachlesen kann. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!

TRAVEL

Zeitraum: Oktober 2018

Gesamtkosten: 2.400,- p.P.

Flug: 500,- p.P.

Mietwagen: 500,- p.P.

Unterkünfte: 900,- p.P.

Visum: e-visa 50,- p.P.

Drohnengesetz: Drohnen nicht erlaubt

Maskat

 

Mit Erkältung nach dem Oktoberfest und bei einem Temperaturunterschied von 20 Grad landeten wir Anfang Oktober in Maskat, der Hauptstadt des muslimisch geprägten Landes Oman. Wir hatten im Voraus gelesen, dass einige Straßen im Gebirge nur mit Allrad-Antrieb befahren werden dürfen, und uns deshalb einen alten SUV gebucht, den wir direkt nach der Ankunft am Flughafen abholen konnten. Unsere erste Unterkunft, das Centara Muscat Hotel, lag nur 10 Fahrminuten vom Flughafen entfernt, bot modernste, geräumige Zimmer, einen Rooftop-Pool sowie Restaurant mit internationalen Speisen.
In weiteren 5 min. Fahrzeit waren wir schon an der Sultan Qaboos Grand Mosque und konnten erste Einblicke die omanische Kultur gewinnen: Aufgeschlossene Omanis, die Besucher höflichst darauf hinweisen, wie man sich am besten verhalten sollte und prunkvolle Bauten, wie wir sie bisher nur in Abu Dhabi gesehen hatten. Die Moschee ist ein auf jeden Fall einen Besuch von 1-2 Stunden wert - wir waren sogar zweimal dort, weil es uns so gut gefallen hat. Öffnungszeiten für Besucher sind von Samstag bis Donnerstag jeweils von 8:00 bis 11:00 und der Eintritt ist frei. Als Mann sollte man eine lange Hose und schulterbedeckendes Oberteil tragen; Frauen zudem ein Kopftuch und langärmeliges Oberteil. Beim Herumspazieren ohne Schuhe sollte man ein wachsames Auge auf den Boden haben und den vielen Taubenschissen ausweichen ;) Wir waren übrigens an einem Mittwoch Morgen in der Moschee und es waren nur ca. 25 weitere Besucher vor Ort, was die Besichtigung äußerst entspannt machte!

Nachdem wir auch den Pool und das vorzügliche Essen auf dem Hoteldach getestet hatten, fuhren wir zum Al Jalali Fort und Al Mirani Fort östlich von Maskat. Man hat zwar keinen Zugang zu den Forts kann sie aber gerade in der Abendbeleuchtung sehr gut von außen bestaunen und kommt dabei auch am Al Alam Palaceyto vorbei, dem Palast des Sultans, der zu repräsentativen Zwecken bei Staatsbesuchen dient. In der Nähe befinden sich auch diverse Museen und vor der Ali Musa Moschee ein öffentlicher Platz , der abends eine tolle Lichtstimmung for Fotos und Videos bietet.

Wadi Shab

 

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Gleich am zweiten Tag unseres Oman Roadtrips besuchten wir das Wadi Shab, ein bekanntes Flussbett das man ohne Probleme auf eigene Faust in 1,5h Fahrt erreicht. Um sicherzugehen, dass man auch den "richtigen" Ausgangspunkt für eine Wanderung zu den Naturpools des Wadi Shab anfährt, sollte man bei der Navigationssuche "Wadi Shab Parking, Tiwi, Oman" verwenden. Im Übrigen funktioniert im Oman die Routenführung auf Google Maps nicht wie gewohnt, deshalb empfehlen wir zusätzlich die App Sygic, mit 7 Tagen Testphase, herunterzuladen ;) Wir haben die App bisher auf all unseren Reisen als Backup installiert, für den Fall dass das mobile Internet bzw. Google Maps nicht stabil läuft.

Zum Wadi Shab lohnt sich nach unserer Erfahrung mindestens ein Halbtagsausflug. Die Parkplätze, die man unter einer Brücke vorfindet, sind großteils frei und kostenlos. Man zahlt auch keinen Eintritt zum Wadi, sondern eine kleine Gebühr von 1 Rial p.P. für den Bootstransfer auf die andere Seite des Flusses. Bei Rückkehr wurden wir auf unser Winken hin wieder abgeholt – kostenlos. Junge, sportliche Leute wandern ca. 45min zu den ersten Naturpools. Von dort aus kann man mit dem Rucksack auf dem Kopf noch weiter durch den Fluss wandern oder gleich den Rucksack und die Klamotten in den Felsen deponieren. Mitgebrachtes kann man hier bedenkenlos zurücklassen. Am Ende wartet ein kleiner Wasserfall in einer Höhle, an dem man auch hochklettern und ins Höhlenbecken springen kann. Bis dahin legt man aber noch eine Schwimm-/Wanderstrecke von ca. 500m zurück. Wasserschuhe lohnen sich bei dem Untergrund und auch eine Schwimmbrille kann man ins glasklare Wasser mitbringen. Sonnencreme und ausreichend Trinkwasser nicht vergessen! Am besten besucht man das Wadi vormittags / vor der Mittagssonne. Am Nachmittag wurde das Wasser leicht trüb, da sich immer mehr Besucher im Fluss tummelten. Frauen ist es im Vergleich zu anderen Wadis gestattet, sich hier auch im Bikini aufzuhalten.

 

Tour zu den Daymaniyat Islands

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Walhaie im Oman? Oh ja, und von August bis Oktober hat man die besten Chancen ihnen auf dem Weg von Maskat zu den Daymaniyat Islands oder in der Meeresgegend um Musandam zu begegnen. Wir hatten uns im Voraus bei einigen lokalen Tauchern über Instagram informiert, wie man die Walhaie am besten zu Gesicht bekommt und alle haben uns die Daymaniat Shells empfohlen. Die Betreiber Lea und Fahad antworten in Kürze auf Anfragen per Mail oder über den Facebook Messenger (am besten schon ein paar Wochen vorher reservieren). 
Unsere Snorkeling Tour startete um 8 Uhr morgens am Al Mouj Marina und zusammen mit 7 weiteren Passagieren gingen wir mit Fahad pünktlich an Board. Etwa 90 Minuten später, weil wir unermüdlich Ausschau nach Walhaien gehalten haben, kamen wir am Schnorchel-Spot der Daymaniyat Islands an. Aufgrund eines Zyklons, der am Vortag an Maskat vorbeizog, waren die Walhaie vermutlich abgetaucht - sehr schade, aber wir durften die schönen Riesen auf den Philippinen dieses Jahr ja schon bestaunen. Trotzdem war die Schnorchel Tour mit Fahad ein voller Erfolg: neben bunten Fischschwärmen zog auch der ein oder andere Riffhai an uns vorbei. Einziges Manko: es waren sehr viele Quallen im Wasser, von denen man kleine Stiche abbekommt, aber man gewöhnt sich schnell daran ;)

Der zweite Schnorchel-Spot war eine Bucht in der sich außergewöhnlich viele Schildkröten zum Mittagessen aufhalten. Das relativ seichte Wasser eignet sich für tolle Aufnahmen mit den Schildkröten und zum Bestaunen von Table Corals und ruhenden Rochen. Zurück an Board gab es Obst, Sandwiches, Säfte und Kekse bis wirklich jeder satt war  - und wir waren seeehr hungrig nach fast 3 Stunden im Wasser :) Alles in allem ein sehr gut organisierter Trip, garantiert jede Menge Spaß mit Fahad und wenn uns noch Walhaie über den Weg gekommen wären, wäre es ein perfekter Tag gewesen. Gezielt auf die Suche bzw. auf "Jagd" nach den Walhaien geht in Maskat kein Boot. Man schätzt und schützt die Tiere und freut sich wenn sie sich von Zeit zu Zeit mal zeigen. 
Kostenpunkt für den Ausflug von 8 bis ca. 14 Uhr: 28 OMR bzw. 65€ pro Erwachsener und 15 OMR bzw. 35€ pro Kind. Enthalten sind neben der großzügigen Verpflegung auch Schnorchelausrüstung  und Handtücher. 
Wer Lust auf noch mehr Aktion auf den Daymaniyat Islands hat, sollte sich unbedingt an seaman_oman wenden. Mit etwas mehr Zeit in Maskat hätten wir den sympathischen Tour Guide gerne noch persönlich kennengelernt.

Nizwa und die Wüste

 

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Die altertümliche Stadt Nizwa ist mit dem Auto in 1,5 bis 2 Stunden von Maskat aus zu erreichen und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Wir haben die Gelegenheit, auf dem Weg in ein vorab gebuchtes Wüstencamp, genutzt und ein paar Stunden auf den traditionellen Märkten und dem bekannten Nizwa Fort verbracht.
Allgemein trifft man hier deutlich weniger Touristen an als in Maskat, was das Erkunden der Stadt sehr angenehm macht. Auch die Märkte dort sind noch viel traditioneller als in Maskat. Vor der Altstadt findet man einen riesigen Parkplatz, der Freitag morgens, wenn der Tiermarkt stattfindet, gut belegt ist, ansonsten aber relativ leer ist. Von dort aus gelangt man durch das Stadttor direkt auf den Marktplatz. Auch eine Besichtigung des Nizwa Forts (Eintritt etwa 10 Euro pro Person) sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Von den Wachtürmen hat man eine spitzen Aussicht auf die Stadt, die Moschee und die ausgedehnten Palmgärten und Dattelplantagen von Nizwa. Anzumerken ist, dass man unbedingt Sonnencreme und eine Flasche Wasser mitbringen sollte. Beim Erkunden des Forts ist man die meiste Zeit direkt der Sonne ausgesetzt und das viele Treppensteigen geht bei knapp 40 Grad ziemlich an die Substanz.
Von Nizwa fuhren wir anschließend noch ca. 4 Stunden weiter in das Wüstencamp Golden Palm Oasis, das in der atemberaubenden Wüste Wahiba Sands im Osten des Oman liegt. Im Camp war sehr wenig los, doch das Essen war vorzüglich und so hatten wir mehr für uns :) Am Abend unserer Ankunft wollten wir unbedingt noch den Sonnenuntergang in der Wüste vom Dach unseres Toyota Fortuners aus bestaunen. Doch gleich beim ersten Versuch das Auto etwas abseits der befestigten Straße abzustellen, mussten wir erfahren wie schnell sich die Reifen in den Sand eingraben, wenn man sich noch nicht mit den verschiedenen Gangschaltungs-Modi befasst hat. Mit unseren Schuhen versuchten wir die Reifen wieder frei zu schaufeln und nach und nach die Fußmatten des Autos unterzulegen, in der Hoffnung, dass die Reifen wieder Grip finden und wir so Zentimeter für Zentimeter aus der Düne entkommen konnten. Zu unserem Glück kamen nach einiger Zeit Omanis vorbei, die zwar kein Wort Englisch sprachen, aber sofort wussten was zu tun war und uns freundlicherweise mit ihrem Pickup herauszogen. Geld war das einzige was wir in dem Moment dabeihatten und welches wir ihnen für die Hilfe gerne gegeben hätten. Doch das wollten sie unter keinen Umständen annehmen, was ein weiteres Mal auf die Hilfsbereitschaft schließen lässt, die im Oman als selbstverständlich angesehen wird. Gerade noch rechtzeitig schafften wir es zum Sonnenuntergang - diesmal parkten wir dafür aber auf der breiten, befestigten Straßen, die im Sand etwas schwer aber doch zu erkennen ist. 
Omanis, die auf der Straße plötzlich anhalten und mit Händen und Füßen erklären wollen, dass sie Besucher gerne zum Essen einladen möchten oder ihnen ihre Tiere in den Dünen gerne zeigen möchten, trifft man in dieser Region häufiger. Wir empfehlen sich die Zeit und das nötige Vertrauen zu nehmen und sich so etwas von den Einheimischen zeigen zu lassen - ihr werdet nicht enttäuscht sein ;)

 

Wadi Bani Khalid

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In ca. 45min. von unserem Wüstencamp aus, erreichten wir ein weiteres Wadi, das im Vergleich zum Wadi Shab sehr grüne Wadi Bani Khalid. Alternativ ist dieses Wadi auch in einer Stunde von der beliebten Stadt Sur aus zu erreichen. Der Weg zum Wadi ist für Autos gut ausgeschildert und führt Besucher direkt an einen Parkplatz. Von dort wandert man noch 5 - 10 min bis man einen ersten Blick auf den See vor der Wadi Schlucht werfen kann. In unmittelbarer Nähe gibt es ein Restaurant das von den Einheimischen gut besucht zu sein scheint. Rechts am See vorbei führt ein Weg ca. 15 min am Wadi entlang und teils auch durch ihn hindurch bis zur Muqhal-Höhle. Festes Schuhwerk ist sehr von Vorteil und in der Höhle selbst muss man sich ca. 100m fast auf Knien fortbewegen um an ein verborgenes Wasserloch zu kommen (sehr abenteuerlich). 
Im Wadi an sich kann man sehr gut schwimmen, von den Felsen ins Wasser springen oder an Eisenketten hochklettern. Das Wasser heizt sich durch die Sonne in diesem engen Kanal schnell auf und eignet sich dann perfekt für Warmduscher zum schwimmen :D 

Zur Kleiderordnung, v.a. für Frauen, kann man sagen, dass hinter dem See Kleidung bis hin zum Bikini in Ordnung ist, in der Seegegend vor dem Wadi und vor allem in Restaurant Nähe aber keine knappe Kleidung geduldet wird. Freundliche Aufseher, die wir vielleicht als Bademeister bezeichnen würden, weisen Frauen an der Stelle sehr höflich darauf hin, dass sie sich bitte etwas umwickeln oder überziehen möchten, wenn sie zu knapp bekleidet sind. Auch wenn dieses Thema für die ein oder andere Frau ungewohnt ist oder sie sich gar in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlt (so ging es mir zumindest im ersten Moment), sollte man als Besucher dieses Landes in jedem Fall Rücksicht auf deren Gebräuche und Ansichten nehmen. 
Alles in allem hat uns der Besuch des Wadi Bani Khalid sehr gut gefallen und wenn das Wetter noch etwas schöner gewesen wäre, hätten wir sicher noch mehr Zeit dort verbracht. 

 

Jebel Shams

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